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bekommen. Im Prinzip müßte man Ju-

gendmannschaften bilden wie im Eisho-

ckey. Dazu braucht man natürlich auch

engagierte, interessierte Eltern und In-

vestoren, die die entsprechende Technik

zur Verfügung stellen.

Du hast dich ja ganz bewusst gegen den

SGP und für den SEC entschieden. Was

genau sind deine Gründe dafür?

Für den SEC habe ich mich nicht zuletzt

aufgrund der Schwierigkeiten in der ver-

gangenen Saison durch Verletzungen,

aber auch durch finanzielle Probleme

entschieden. Natürlich ist der GP nach

wie vor ein Ziel, und ich bin dabei, Spon-

soren für 2016 oder 2017 aufzutreiben.

Mein Ziel beim GP ist es nicht, mich nur

unter den ersten 8 zu halten. Wenn ich

zurückkomme, dann will ich zu 100%

sicher sein, um den Titel mitkämpfen zu

können.

Man sieht dich ja jetzt immer öfter auf

der Bahn in Wittstock, und Mauer-Häu-

ser zählt ja auch zu deinen Sponsoren.

Wie schätzt du allgemein den Speed-

waysport in Deutschland ein?

Viel bekomme ich vom Speedway in

Deutschland leider nicht mit, ich be-

trachte das eher von außen. Ich denke,

der Sport entwickelt sich bei euch in

kleinen Schritten. Wenn es einfacher

wäre, Sponsoren zu finden, dann könnte

sich eine ähnlich gute Liga wie in Schwe-

den entwickeln.

Eine Idee wäre vielleicht, in der Haupt-

stadt, auf einer guten Bahn, ein Spit-

zenturnier auszurichten. Keinen GP, aber

doch so besetzt, daß man große Firmen

dafür interessieren könnte, damit sie

eine unheimlich interessante Sportart

kennenlernen, die meiner Meinung nach

bestimmt genauso viel Potential bieten

kann wie Profifußball.

Könntest du dir vorstellen, auch einmal

in der Bundesliga aktiv zu werden? In-

ternationale Erfolgsgaranten wie du

und Peter Kildemand würden sicherlich

dazu beitragen, die Attraktivität der Liga

zu steigern.

Das käme auf den Einzelfall an. Dazu

bräuchte man größere Sponsoren, die

mir momentan fehlen, und ein gewisses

Budget, um sich entwickeln zu können.

Die Möglichkeit, sich mit guten Fahrern

zu messen, ist natürlich immer interes-

sant.

Für welche Vereine bist du derzeit un-

terwegs, und wie sehen deine weiteren

persönlichen Ziele aus?

Ich fahre in Polen für Lesno und in

Schweden für Vetlanda.

Mein Ziel für dieses Jahr ist es, mit mei-

nen neuen Mannschaften in Polen und

Schweden die Landesmeisterschaft zu

gewinnen, und natürlich meinen SEC-Ti-

tel zu verteidigen.

Danke für das Interview und

alle Devils Fans wün-

schen dir viel Erfolg

und allzeit eine un-

fallfreie Fart.

(Fotos: Christopher Horne)

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